| zum Textanfang | zur Themennavigation

MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren


Psychosomatische Klinik Bad Neustadt Klinik für psychosomatische Rehabilitation

Psychosomatische Klinik Bad Neustadt Klinik für psychosomatische Rehabilitation

Psychosomatische Klinik Bad Neustadt Klinik für psychosomatische Rehabilitation

Die Psychosomatische Klinik Bad Neustadt liegt eingebettet in einen Klinikkomplex von Akutkliniken aus den Indikationsbereichen Kardiologie und Kardiochirurgie, Hand- und Schulterchirurgie, Gefäßchirurgie, Abhängigkeitserkrankungen und Neurologie. Sie ist umgeben von der schönen Mittelgebirgslandschaft der Rhön. Bad Neustadt ist eine Kreisstadt mit einem Zentrum von mittelalterlichem Gepräge und einem historischen Kurviertel mit einem attraktiven Kurpark und Wanderwegen.

| Google-Map

Ansässig sind mittelständische Industriebetriebe. Es besteht eine enge Kooperation im Rahmen von Praktikumsplätzen für Arbeitserprobungen. Die Klinik ist ausgestattet mit Einbettzimmern mit Balkon.

Personenkreis

Indikationen: Behandelt werden Patienten mit folgenden Erkrankungen: Affektive Störungen, Störungen aus dem schizophrenen und schizo-affektiven Formenkreis, Essstörungen, Somatisierungsstörungen, chronische Schmerzerkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Patienten “50 plus” mit kognitiven Einbußen. Ausschlusskriterien: Akute Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen, Adipositaspatienten mit einem Gewicht > 150 kg.

Berufsfördernde Maßnahmen

Allgemein:

  • Training eines durch feste Aufgaben strukturierten Tagesablaufs
  • Ernährung und Hygiene
  • Umgang mit Haushaltsplanung und Haushaltsgeld
  • Realistische Einschätzung der persönlichen finanziellen Möglichkeiten
  • Sinnvolle Freizeitgestaltung
  • Entspannungsübungen zur Förderung der Eigenwahrnehmung und Stressbewältigung

Beruflich:

  • Unterstützung bei der Ausbildungsplatz- oder Arbeitsfindung
  • Realitätsnahe Überprüfung der aktuellen beruflichen Leistungsfähigkeit mit Hinführung zur vollschichtigen Erwerbsfähigkeit
  • Der Erwerb neuer Herangehensweisen an Arbeit und Arbeitsumfeld
  • Aufarbeitung der sich im Arbeitsfeld aktuell ergebenden Probleme, Konflikte und Krisen, Entwicklung von Problemlösungen bei der praktischen Umsetzung und Erprobung im Kontakt mit Betrieben und Arbeitskollegen, Unterstützung und Bewältigung der realen Arbeitsbelastung
  • Selbstbewusster Umgang mit Behörden und Beratungsstellen
  • Bedarfsklärung und Organisation nachgehender Betreuung
  • Vorbereitung auf Bewerbungen und erneute berufliche Integration

Psychotherapeutisch-pädagogisch:

  • Regelmäßig stattfindende Milieutherapie
  • Wöchentliche Schulung der Körperwahrnehmung
  • Psychotherapeutische berufsbezogene Gruppe zur Vermittlung von Coping-Strategien
  • Anleitung zu sozial adäquatem Interaktionsverhalten
  • Hilfe zur Konfliktbewältigung
  • Bewerbertraining
  • Individuelles “Coaching” im Hinblick auf die Erfahrungen an der Belastungserpobungsstelle/ Arbeitstherapie

Berufsfelder

Je nach der Belastbarkeit der zugewiesenen Patienten erfolgt die Heranführung an die Berufsfelder in 3 Schritten:

Zunächst kann im Bereich der Arbeitstherapie in der Klinik die zeitliche Belastbarkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit Frustrationstoleranz und Kommunikationsfähigkeit schrittweise erhöht werden. Die Eingliederung in Stellen zur Arbeitserprobung erfolgt mithilfe von Sozialpädagogen in Betrieben der umliegenden Kliniken – Hausmeistertätigkeit, Werkstätten, Rezeption – und/oder in Praktikumsplätzen der umgebenden kooperierenden Firmen in Bad Neustadt In einer Kooperation mit dem Christlichen Bildungswerk (CBW) werden für unsere Patienten EDV-Kurse angeboten. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Werkstätten zur Metallverarbeitung, in der Polsterei und der Floristik.

Rehabilitationskonzept

Aufbauend auf die Arbeitserprobung im eigenen Klinikbereich können gestuft berufsnahe Praktika durchgeführt werden. Nach einem verbesserten diagnostischen Eindruck von den Fähigkeiten und Ressourcen der Patienten dienen diese Maßnahmen dazu, die psychische und physische Belastbarkeit zu erhöhen, das Sozialverhalten zu schulen, Abgrenzungsmöglichkeiten und Stressbewältigung konkret umzusetzen. Seitens der Sozialpädagogen und der Verwaltung wird ein ausführliches Bewerbertraining mit Sichtung der Bewerbungsunterlagen, Absolvierung von Rollenspielen und einer breiten Beratung bzgl. des zu ergreifenden oder angestrebten Arbeitsplatzes durchgeführt. Die Patienten werden auch angeleitet, das Angebot der Bundesagentur für Arbeit in Schweinfurt zu sichten und für sich in Anspruch zu nehmen.

In einer Aufarbeitungsgruppe werden 2x pro Woche zum Ende eines Therapie-/Arbeitstages die Erlebnisse des Tages aufgearbeitet, Lehren für sich daraus gezogen und die Einstimmung für den nächsten Tag begonnen.

Zeitnah erfolgt bei entsprechender Indikation die Vorstellung bei einem Rehabilitationsberater der DRV und die Kontaktaufnahme zu Betriebsärzten/ Personalabteilung der Arbeitgeber der jeweiligen Patienten bzgl. Einleitung von Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben aus der medizinisch-beruflichen Rehabilitation heraus.

Medizinische Leistungen

Die Station zur Durchführung medizinisch-beruflicher Rehabilitation ist mit einem Psychologen und einem Arzt besetzt, fachärztlich ist eine Oberärztin für Neurologie und Psychiatrie zuständig. Im Hause befinden sich alle Möglichkeiten zur Durchführung testpsychologischer Diagnostik. Fachärzte für Innere Medizin und Neurologie betreuen die Patienten im Bedarfsfall, konsiliarisch können Orthopäden und alle Facharztrichtungen der umgebenden Kliniken zugezogen werden. Diagnostische Maßnahmen umfassen durch die unmittelbare Nähe zu den anderen somatisch ausgerichteten Kliniken sämtliche Bereiche der Röntgendiagnostik incl. MRT, die neurologische und kardiologische Diagnostik.

In der Klinik wird zusätzlich angeboten: Biofeedback, Anleitung zum Erlernen der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson, ein breites Sportangebot entsprechend dem individuellen Behandlungsplan der Patienten, ausgerichtet auf die von diesen formulierten Zielvorgaben. Der Sozialdienst koordiniert die weiterführenden Rehabilitationsmaßnahmen und begleitet diese.

zurück

| nach oben