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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

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Bild oben: In einem allergenarmen Gebirgsklima ermöglicht das CJD Asthmazentrum Berchtesgaden chronisch kranken Kindern und Jugendlichen einen neuen Start. Die kombinierte medizinische, pädagogische und psychologische Betreuung schafft dafür beste Voraussetzungen. Das Zentrum liegt wenige Kilometer östlich von Berchtesgaden inmitten einer herrlichen Bergkulisse und verfügt über die Infrastruktur für eine medizinisch-schulische und medizinisch- berufliche Rehabilitation.

Ansprechpartner

Dr. med. Josef Lecheler
Ärztlicher Direktor und Jugenddorfleiter
Tel. 08652-6000-111

Sieglinde Pfannebecker,
Leitung Berufliche Rehabilitation
Tel. 08652-6000-170

Dr. med. Ulrich Dorsch,
ltd. Arzt für die vorberufliche Rehabilitation
Tel. 08652-6000-370

Personenkreis

Jugendliche und junge Erwachsene mit

  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Mukoviszidose
  • anderen allergischen Erkrankungen
  • anderen Haut- und Atemwegserkrankungen
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Adipositas

Auch in Kombination mit kinder- und jugendpsychiatrischen Begleiterkrankungen

Berufsfördernde Maßnahmen

Gemäß des SGB IX führt das CJD Asthmazentrum für Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung, die sie an der Teilhabe am Arbeitsleben massiv beeinträchtigt, folgende Förderprogramme der Agentur für Arbeit durch:

  • Eignungsabklärung: 4-wöchige Maßnahme mit medizinischer, psychologischer, pädagogischer sowie motorisch-handwerklicher Diagnostik und Schulleistungsdiagnostik zur Erstellung eines Eignungsprofils; Verlängerung auf 12 Wochen zur Berufsorientierung möglich.
  • Arbeitserprobung: max. 4-wöchige Maßnahme zur Abklärung, ob ein Beruf mit der chronischen Erkrankung eines Jugendlichen zu vereinbaren ist.
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) Ziele: Förderung der Ausbildungsreife und Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation; Verbesserung von Krankheitsbewältigung und Krankheitsmanagement. Die BvB ist gegliedert in: Eignungsanalyse zur Erstellung eines Qualifizierungsplans; Grundstufe zur Erprobung im handwerklichen und kaufmännischen Bereich sowie im Service-/Hauswirtschaftsbereich. Danach folgt ggf. die 5-monatige Förderstufe in einem ausgewählten Berufsfeld. Gesamtdauer: 11 Monate.
  • Berufsausbildung: In besonders schweren Krankheitsfällen sind auch folgende Berufsausbildungen mit anerkanntem IHK-/ HWK-Abschluss möglich:
    • Veranstaltungskaufmann/-frau (3-jährig)
    • Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit (3-jährig)
    • Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen (3-jährig)
    • Bürokaufmann/-frau (3-jährig)
    • Verkäufer/-in (2-jährig)
    • Einzelhandelskaufmann/-frau (3-jährig)
    • Hotelfachmann/-frau (3-jährig)
    • Fachkraft im Gastgewerbe (2-jährig)
    • Koch/Beikoch (3-jährig)
    • Hauswirtschaftstechnische/r Helfer/-in (3-jährig)
    • Metallfachwerker (3-jährig)

Alle Ausbildungsplätze und die vorberuflichen Maßnahmen werden finanziert von der Bundesagentur für Arbeit. Zum Teil Co-Finanzierung durch örtliche Jugendämter am Heimatort.

Rehabilitationskonzept

Wichtige Ziele der Gesamteinrichtung sind:

  • gesundheitliche Stabilisierung Wiedereingliederung in Schule, Freizeit und in das beginnende Berufsleben
  • Erziehung zur Selbstständigkeit bei der Therapiedurchführung und im Alltag
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, der schulischen Lernfähigkeit und der allgemeinen Belastbarkeit

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten Ärzte, Schwestern, Diabetesberater, Sporttherapeuten, Ausbilder, Psychologen, Sozialpädagogen und Lehrer eng zusammen. Die Arbeitsgrundlage stellen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Rehabilitations- und Verhaltensmedizin dar. Alle Tätigkeiten orientieren sich – wie im gesamten CJD – am christlichen Menschenbild. Im Rahmen der vorberuflichen Rehabilitation wird für jeden Jugendlichen durch eine umfassende Diagnostik ein individuelles Begabungs- und Eignungsprofil erstellt (Klärung der gesundheitlichen Eignung, Klärung der fachlichen, schulischen und persönlichen und sozialen Eignung, Klärung der motivationalen Voraussetzungen).

Adipöse Jugendliche werden in einer Außenstelle, der CJD Oberau Health & Activitiy Lodge betreut. Das Konzept basiert auf einer Lebensstiländerung, zu der vor allem die Steigerung von Bewegungselementen im Alltag gehört.

Ziel der berufsvorbereitenden Maßnahmen ist außer einer kompetenten Berufswahlentscheidung das Erreichen von Arbeitsreife und Ausbildungsreife und die Vorbereitung auf den späteren Ausbildungsberuf. Neben allgemeinen Fördermaßnahmen (Arbeit in den Werkstätten, Berufsschulunterricht, Förderunterricht, Arbeitstherapie, soziales Training) steht die Verbesserung der Krankheitsbewältigung insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Berufsausbildung im Vordergrund. (Asthmaverhaltenstraining, Neurodermitis-Schulung, Diabetes-Schulung, Adipositas-Schulung). Für jeden Jugendlichen wird ein individueller Förderplan erstellt.

Medizinische Leistungen

Für die medizinische Versorgung steht ein erfahrenes Ärzteteam rund um die Uhr zur Verfügung. Unter ihnen befinden sich Fachärzte für Innere Medizin und Pädiatrie mit besonderer fachlicher Ausrichtung auf Lungen- und Bronchialheilkunde und Allergologie. Die diagnostischen Möglichkeiten beinhalten ein modernes Lungenfunktionslabor (u. a. mit Spirometrie, Bodyplethysmographie, Spiroergometrie, RHES-System), Allergielabor (mit allen erforderlichen Hauttestungen, serologischen Testungen bis zu Provokationstests), eine Röntgenabteilung, ein serologisches Labor, EKG und Ultraschall. Die therapeutischen Möglichkeiten berücksichtigen sowohl die Behandlung akuter Verschlechterungen als auch die Durchführung der Dauertherapie in den Wohnhäusern. Jedem Jugendlichen sind eine Hausschwester und ein Hausarzt zugeordnet. Im medizinischen Zentrum stehen für akutmedizinische Interventionen ausreichend Betten zur Verfügung, die apparativ mit allen Erfordernissen ausgestattet sind.

Sonstige Leistungen

Von Seiten des psychologischen Dienstes wird zusätzlich zur berufsspezifischen Beratung und der Beteiligung an den verhaltensmedizinischen Programmen noch umfangreiche individuelle Beratung und Betreuung angeboten (persönliche Gespräche bei Problemen, Krisenintervention, Gruppentrainings zur sozialen Kompetenz, therapeutische Intervention bei klinischen Störungen). Von pädagogischer Seite steht die Unterstützung und Anleitung zur Selbständigkeit und die praktische Vermittlung von sozialen Fertigkeiten (z. B. Konfliktfähigkeit) im Vordergrund.

Besonderheiten / weitere Angebote

Langzeit-Rehabilitation, (Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium), Kinderpflegeschule

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