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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche Friedehorst

Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche Friedehorst

Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche Friedehorst

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Bild oben: Das Reha-Zentrum liegt mitten im Grünen am Nordrand von Bremen, verkehrsgünstig (16 Minuten Bahn vom Hauptbahnhof Bremen, Autobahnausfahrt Bremen-Burg-Lesum / A 27 Richtung Bremerhaven.

Aufnahmekriterien:

Für die Aufnahme zu berufsvorbereitenden Maßnahmen müssen entweder ein besonderer medizinischer, neuropsychologischer, sozialer oder berufstherapeutischen Bedarf oder mehrere dieser Kriterien gegeben sein, denen ein BBW nicht gerecht werden kann.

Für den Beginn einer BvB-Maßnahme muss eine stabile Belastbarkeit von mindestens 20 Wochenstunden für die berufsfördernden Leistungen vorhanden sein, die im Rehabilitationsverlauf rasch zu einer vollen Belastbarkeit gesteigert werden kann.

Ansprechpartner

Patienten- / Rehabilitandenanmeldung
Telefon: 0421/6381-510
Telefax: 0421/6381-580
E-Mail: anmeldung.nrz@friedehorst.de

Personenkreis

Neurologisch geschädigte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter bis zu 35 Jahren – in Einzelfällen darüber, die physisch oder psychisch einer Tätigkeit oder Ausbildung noch nicht gewachsen sind und einer besonderen Förderung sowie der besonderen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eines Neurologischen Rehabilitationszentrums der Phase II bedürfen.

Indikationen sind Zustände nach:

  • offenen und gedeckten Schädelhirnverletzungen
  • intrazerebralen Blutungen oder Gefäßverschlüssen
  • Hirntumoroperationen
  • Infektionen im Bereich des zentralen Nervensystems
  • Verletzungen/Erkrankungen des übrigen zentralen Nervensystems mit neurologischen Ausfällen
  • peripheren neurogenen Schädigungen
  • zerebralen Krampfanfällen (Epilepsien)
  • hypoxischen (Sauerstoffmangel-) Schädigungen des zentralen Nervensystems
  • sonstigen „neurologischen“ Erkrankungen z. B. neuromuskulären, neurodegenerativen Erkrankungen

Berufsfördernde Maßnahmen (voll- oder teilstationär)

  • Belastungserprobung: 6 Wochen
  • Arbeitstherapie/-training: bis zu 6 Monaten
  • Abklärung der beruflichen Eignung: 30 Werktage
  • Arbeitserprobung: 20 Werktage
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)
  • Berufliche Anpassung
  • Berufliche Diagnostik
  • Berufsdiagnostik und Berufsorientierung (Bedior)
  • Eingangsverfahren u. Arbeitstrainingsbereich für Werkstätten für behinderte Menschen: bis zu 6 Monaten
  • Berufliche Integrationsbegleitung

Berufsfelder
Von insgesamt 100 Plätzen des Reha-Zentrums (90 vollstationär, 10 teilstationär) stehen 19 Plätze im berufsfördernden Bereich zur Verfügung.
Folgende Berufsfelder werden angeboten:

  • Metallverarbeitende Berufe
  • Elektroberufe
  • Technisches Zeichnen
  • Kaufmännische und verwaltende Berufe
  • Hauswirtschaft
  • Montage: zur Erlangung der Grundarbeitsfähigkeiten, berufsfeldübergreifend, und WfBM-Vorbereitung

In allen Berufsfeldern werden Anlerntätigkeiten auf Wf- BM-Niveau und für den allgemeinen Arbeitsmarkt ebenso angeboten wie ausbildungsrelevante Aufgaben. Praktikumsplätze stehen in allen Berufsfeldern zur Verfügung.

Rehabilitationskonzept

Alle Fachbereiche des Rehabilitationszentrums arbeiten bei den medizinischen und den berufsfördernden Rehabilitationsmaßnahmen in multidisziplinären Teams zusammen. Diese erstellen unter ärztlicher Leitung den individuellen Rehabilitationsplan mit den jeweils erforderlichen Therapie- und Trainingsmaßnahmen, der laufend dem individuellen Heilungsverlauf und dem Trainings- und Lernbedarf der Rehabilitanden angepasst wird. Die Unterweisungsmethoden, fachpraktisch und -theoretisch, werden durch das individuelle neurologische/neuropsychologische Störungsbild bestimmt und werden der Entwicklung kontinuierlich angepasst.

Die Erstellung, Weiterentwicklung und Einübung individueller Lern- und Arbeitstechniken sind integrierter Bestandteil der berufsfördernden Maßnahmen. Die individuellen Rehabilitationsziele werden im Rahmen des vorgegebenen Maßnahmezieles entwickelt und fortgeschrieben. Bei allen berufsfördernden Maßnahmen handelt es sich grundsätzlich um Einzelmaßnahmen mit individueller Ausrichtung und enger Verzahnung der notwendigen medizinisch-therapeutischen Hilfen (s. hierzu auch „medizinische Leistungen“ und „sonstige Leistungen“) und der beruflichen Förderung.

Medizinische Leistungen

Diagnostik:

  • allgemeinärztliche Untersuchung
  • neurologisch-psychiatrische Untersuchung
  • Elektroenzephalographie (EEG)
  • Ableitung evozierter Potentiale (AEHP, VEP, SEP)
  • Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)
  • Ultraschalldiagnostik
  • Elektrokardiographie (EKG) und Phonokardiographie (PKG)
  • Neuroradiologie (in Kooperation mit nahegelegenen Praxen)
  • Labordiagnostik

Therapie:

  • Ärztliche Behandlung
  • Rehabilitative Pflege, einschl. lebenspraktischem Training (ADL)
  • Krankengymnastik (u. a. auf neurophysiologischer Grundlage zur Behandlung schwerer Bewegungsstörungen)
  • Hilfsmittelversorgung und -anpassung
  • Psychomotorik und Sport-/Schwimmtherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie

Medizinische Fachrichtungen

Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Neuropädiatrie, Epileptologie, Rehabilitations- und Sozialmedizin; Konsiliarärzte aller Fachrichtungen stehen zur Verfügung.

Sonstige Leistungen

1. Schulische Betreuung/Klinische Pädagogik: Es wird Unterricht entsprechend allen Schularten und -stufen gewährleistet:

  • Erfassen der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Rehabilitanden im Vergleich zu seinem bisherigen Bildungsgang.
  • Erstellen eines individuellen Lernprogramms
  • Integration in eine adäquate Lerngruppe.

2. Psychologischer Dienst: Neuropsychologische Diagnostik von:

  • Wahrnehmungs- und psychomotorischen Funktionen
  • Konzentrations- und Gedächtnisleistungen
  • intellektueller Leistungsfähigkeit.

Therapie durch:

  • neuropsychologisches Funktionstraining
  • begleitende Hilfestellung bei der Verarbeitung des Unfall- oder Krankheitsgeschehens
  • verhaltenstherapeutische Interventionen
  • Beratung oder Psychotherapie im Hinblick auf individuelle Persönlichkeits- oder Familienprobleme, wenn diese eine umfassende Rehabilitation gefährden.

3. Sozialdienst/Rehabilitationsberatung:

Dipl.-Sozialarbeiter nehmen die soziale Beratung und die rechtliche Beratung der Rehabilitanden und ihrer Angehörigen wahr. Sie arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen.

4. Sozialpädagogischer Dienst: Heilpädagogen, Erzieher und Dipl.-Sozialpädagogen arbeiten eng mit den Betreuern der Stationen zusammen. Soziotherapeutische und sozialpädagogische Gruppenarbeit erweitert und festigt die sozialen Fähigkeiten zur Teilhabe der Rehabilitanden.

5. Sport und Freizeitbereich: Tischtennis, Jugendkeller (Musik-, Spiel-, Jugendthemen), Fotolabor, verschiedene Werkräume, eigener großer Park für Spiel und Sport. Verschiedene Außenaktivitäten bilden den Übergang zur Teilnahme am Freizeitangebot des sozialen Umfeldes.

6. Seelsorge

Besonderheiten / weitere Angebote

Wohnmöglichkeiten für Angehörige sind auf dem Einrichtungsgelände vorhanden.

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