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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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Bavaria Klinik Freyung GmbH & Co. KG

Schwerpunktzentrum der medizinischen Rehabilitation, Kompetenzzentrum für Anschlussrehabilitation, Medizinisches Zentrum für Arbeit und Beruf (MedZAB), Kompetenzzentrum für Medizinisch-Berufliche Rehabilitation (MBR/Phase II), Kompetenzzentrum für Medizinisch-Berufsorientierte Rehabilitation (MBO®/MBOR)

Klinik Bavaria Freyung

Klinik Bavaria Freyung

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Bild oben: Die Klinik Bavaria in Freyung liegt in der reizvollen Mittelgebirgslandschaft des Naturparks „Bayerischer Wald“ oberhalb der Kreisstadt Freyung (Luftkurort) auf 760 m Meereshöhe. Hier haben Sie einen herrlichen Ausblick über den Ort, den Bayerischen Wald, das Alpenvorland bis hin zur Alpenkette. Die herrliche, wohltuende Landschaft bietet Ihnen ausreichend Möglichkeit, während Ihres Aufenthaltes neue Kraft zu schöpfen.

Verkehrsanbindung: mit dem Pkw aus dem nord-/westdeutschen Raum über die A3 Nürnberg-Regensburg-Passau, aus dem südwestdeutschen Raum über die A92 München-Deggendorf-Passau, aus beiden Richtungen Ausfahrt Aicha vorm Wald, über die Schnellstraße nach Freyung; mit der Bahn bis Passau, von dort Bustransfer zur Klinik nach Freyung

Das Kompetenzzentrum fördert Menschen, die körperlich, seelisch und geistig durch Unfall oder Krankheit ggf. auf Dauer leistungsgewandelt sind und die wegen schwerer krankheits-oder unfallbedingter

  • motorischer oder kognitiver Leistungseinschränkungen,
  • Lernstörungen (einschl. Lernentwöhnung),
  • besonderer Störanfälligkeit und Umfeldabhängigkeit,
  • Störungen des Sozial- und Arbeitsverhaltens

auf besonders umfassende multidisziplinäre diagnostische und therapeutische Leistungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation angewiesen sind. Die Leistungen können sowohl stationär als auch – bei kliniknah wohnhaften, mobilen Patienten – ganztätig ambulant (teilstationär) durchgeführt werden. Sie setzen frühestmöglich nach akutmedizinischer Stabilisierung, Anschlussheilbehandlung oder erster medizinischer Rehabilitation ein.

Ausschlusskriterien:

Neben den Zugangsvoraussetzungen für die Durchführung von medizinisch-beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen
bestehen folgende Ausschlusskriterien:

  • Akute Psychosen
  • Suchterkrankungen mit indizierter Entwöhnungsbehandlung und instabiler Abstinenz
  • Schwere Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • Palliative Tumorleiden

Ansprechpartner

Geschäftsleitung
Angelika Presl, Klaus Hany
E-Mail: geschaeftsleitung@bavaria-klinik.de
Tel. 08551-99-2488
Fax 08551-99-2489

Leitender Arzt MBR/Phase II Chefarzt MBO®/MBOR Arbeitsmedizin
Dr. med. Johannes Kiesel
E-Mail: jkiesel@bavaria-klinik.de
Tel. 08551-99-3733
Fax 08551-99-3681

Personenkreis / Indikationen

Es werden Rehabilitanden aus folgenden Indikationsgebieten aufgenommen:

Neurologie, insbesondere:

  • Nach Schädelhirntraumata
  • Bei vaskulären, degenerativen, entzündlichen, demyelisierenden oder tumorösen Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems mit kognitiven, psychischen, motorischen, sensorischen oder sprachlichen Defiziten
  • Bei Patienten mit epileptischen Anfallsleiden

Orthopädie:

  • Nach Polytrauma
  • Nach operativer (auch konservativer) Behandlung von schweren Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates (Amputation, Gelenkersatz etc.) mit bleibenden erheblichen motorischen und psychosomatischen Einschränkungen
  • Wenn die Schwere und Komplexität der Schäden, der Aktivitäts- und Partizipationseinschränkungen umfassende diagnostische und therapeutische Leistungen sowohl im medizinischen als auch im beruflichen Bereich im Hinblick auf eine erfolgreiche und berufliche soziale (Re)-Integration erforderlich machen

Innere Medizin/Onkologie, insbesondere:

  • Internistische Erkrankungen mit erheblichen Beeinträchtigungen in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit

Mitbehandelbare psychosomatische Erkrankungen

  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Affektive Störungen
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse bei andernorts klassifizierten Krankheiten, z. B. Essentielle Hypertonie, Migräne usw.
  • Weitere Beschwerdebilder, die mit psychischen Symptomen einhergehen können, (umweltbezogene Körperbeschwerden, Tinnitus aurium, Fibromyalgie) schädlicher Gebrauch von psychotropen Substanzen ohne Abhängigkeit.

Darüber hinaus können Rehabilitanden aufgenommen werden, wenn die Schwere und Komplexität der Schäden bzw. der Aktivitäts- und Partizipationseinschränkungen umfassende diagnostische und therapeutische Leistungen sowohl im medizinischen als auch im beruflichen Bereich für eine erfolgreiche berufliche und soziale (Re)-Integration erfordert. Für Begleitkinder verfügt unsere Klinik über eine eigene Kinderbetreuung. Für schulpflichtige Kinder besteht außerdem die Möglichkeit in der jeweiligen Schule am Ort dem Lehrplan weiter zu folgen.

Rehabilitationskonzept

Das Rehabilitationskonzept des Kompetenzzentrums orientiert sich an den Grundsätzen und Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für medizinisch-berufliche Rehabilitations-Einrichtungen (BAG MBR Phase II), welche in den von der Bundesarbeitsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung herausgegebenen Schriften festgelegt sind. Die Klinik Bavaria Freyung erfüllt die Qualitätsanforderungen der BAG MBR Phase II und ist seit vielen Jahren Mitglied dieser Bundesarbeitsgemeinschaft. Demnach ist die Arbeitsgrundlage der ganzheitliche bio-psycho-soziale Rehabilitationsansatz entsprechend dem Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).

In unserem Medizinischen Zentrum für Arbeit und Beruf (MedZAB) haben wir die Möglichkeit berufliche Fragestellungen im Umfeld von gesundheitlichen Beeinträchtigungen vollständig und umfassend zu beantworten. Dazu zählen die Beurteilungen, ob Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich sein können, die differenzierte Beurteilung der somatischen und kognitiven Leistungsfähigkeit sowie eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung.

Er wird in enger transdisziplinärer Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen in der Abteilung (u. a. Arbeitsmediziner, Fachärzte, Berufspädagogen, Ergo-/Physiotherapeuten, Psychologen, Sozialpädagogen) unter ärztlicher Leitung und in Kooperation mit externen Akteuren (z. B. Leitstungsträger, Arbeitgeber) umgesetzt. Leistungen zur medizinischen, beruflichen und psychosozialen Rehabilitation werden hierbei in einem nahtlos ineinandergreifenden Verfahren erbracht, mit dem Ziel der frühestmöglichen und dauerhaften Wiedereingliederung in den bisherigen oder einen anderen Beruf, Familie und Gesellschaft entsprechend des vorliegenden Leistungsvermögens, ggf. auch unter Berücksichtigung einer bestehenden Leistungseinschränkung.

Die medizinisch-beruflichen Leistungsangebote berücksichtigen aktuelle medizinische Erkenntnisse und die stetigen Veränderungsprozesse im gesellschaftlichen Bereich sowie auf dem Arbeitsmarkt. Ziel ist die Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft durch Implementierung neuer Erkenntnisse und Verfahrensweisen in der Rehabilitation. Spezielle Möglichkeiten der (Wieder-)Eingliederung in den bisherigen oder einen anderen Beruf werden erschlossen.

Alle während der MBR/Phase II und danach erforderlichen Maßnahmen werden in Abstimmung mit dem Rehabilitanden, dem Rehateam, dem Leistungsträger sowie ggf. den Angehörigen und dem Arbeitgeber in einem Rehaplan zusammengefasst.

1.) Medizinische Leistungen

Ärztlicher Dienst:

  • Arbeitsmedizinische Untersuchung
  • Arbeitsmedizinische Begleitung während der gesamten medizinisch-beruflichen Rehabilitationsmaßnahme
  • Fachärztliche Behandlung und Betreuung in den jeweiligen Fachabteilungen während der gesamten medizinisch-beruflichen Rehabilitationsmaßnahme

Diagnostik:

  • Psychodiagnostik
  • Neuropsychologische Diagnostik mit apparativen und nichtapparativen Testverfahren
  • Elektroencephalographie (EEG)
  • Ableitung evozierter Potentiale (AEP, VEP, SEP, MEP) – in Kooperation mit nahegelegener Praxis
  • Elektromyographie und –neurographie (EMG, ENG) – in Kooperation mit nahegelegenem Krankenhaus
  • Ultraschalldiagnostik (incl. Doppler-, farbkodierte Duplexsonographie)
  • Elektrokardiographie (EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG), Langzeit-Blutdruckmessung, Lungenfunktionsdiagnostik, Audiometrie, Spirometrie, Optometrie, Perimetrie, Vigormetrie
  • Bildgebende Diagnostik (Röntgen, MRT, CT) – in Kooperation mit nahegelegenem Krankenhaus
  • Labordiagnostik
  • Funktionsdiagnostik innerhalb der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Berufspädagogik
  • Leistungsdiagnostik der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur und der Koordination
  • EFL-Testung nach S. Isernhagen

Therapie/sonstige Maßnahmen:

  • Klinischer Sozialdienst und Soziotherapie, Sozialpädagogische Betreuung und Beratung
  • Rehabilitative aktivierende Pflege
  • Neuropsychologie mit PC-unterstütztem Hirnleistungstraining
  • Psychologie, Psychotherapie, Biofeedback, Entspannungsverfahren
  • Physiotherapie, u. a. nach Bobath, Vojta und PNF sowie Laufbandtraining und repetitive Übungsverfahren
  • Physikalische Therapie
  • Sport-, Schwimm- und Bewegungstherapie, med. Trainingstherapie / Muskelaufbautraining (MTT/ MAT)
  • Ergotherapie, Hilfsmittelversorgung /-erprobung
  • Sprech-, Sprach- und Stimmtherapie
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Diätetische Therapie / Ernährungsberatung

2) Medizinisch-berufliches Leistungsangebot

  • Abklärung der beruflichen Eignung, Berufsfindung
  • Anpassungsmaßnahme
  • Prüfung der Indikation und der Möglichkeiten zur innerbetrieblichen Umsetzung oder Arbeitsplatzausstattung, ggf. im Rahmen einer Arbeitsplatzbegehung
  • Arbeitsplatzbegehung und Arbeitsplatzanalyse unter Einbeziehung des Leistungsträgers und des Arbeitgebers
  • Arbeitserprobung
  • Arbeitsplatz-/Tätigkeitsbeschreibung mit Profilvergleichsanalyse
  • Arbeitstherapie
  • Belastungserprobung
  • Berufliches Orientierungsgespräch
  • Berufsvorbereitung
  • Berufliche Eingliederung
  • Berufsspezifisches Funktionstraining, Work Hardening
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB)
  • Ergonomietraining am Modellarbeitsplatz
  • Kognitive Leistungsdiagnostik und kognitives Training
  • MBR-Assessment
  • Physische und psychische Leistungsdiagnostik zur Ermittlung der berufsrelevanten Leistungsfähigkeit
  • Potenzialanalyse
  • Steigerung der neuro-psychosozialen Leistungsfähigkeit
  • Transfer in den beruflichen Alltag

Berufsfelder:

  • Kaufmännisch / verwaltender Bereich
  • Metallbearbeitung
  • Elektrotechnik / Elektronik
  • Holzbearbeitung / Technisches Zeichnen / Bauzeichnen / Bau / Baunebengewerbe / Installationsberufe
  • Internes Praktikum, u. a. in den Bereichen Küche / Ernährung / Hauswirtschaft, Haustechnik / Gärtnerei, Pflegedienst in unserem Rehabilitationszentrum
  • Erprobung weiterer Berufsfelder in Kooperationsbetrieben der umliegenden Region oder an der bisherigen Arbeitsstelle

Sonstige Leistungen

Der Klinikkomplex zeichnet sich durch eine großzügige bauliche und apparative Infrastruktur aus. Die Zimmer (Einbett- und Zweibettzimmer) sind modern und behindertengerecht ausgestattet und verfügen über TV, Telefon, Wertfach, Dusche/Bad und WC, teilweise Kühlschrank und Balkon.

Auch die übrigen Räumlichkeiten entsprechen den Anforderungen an eine behindertengerechte Einrichtung, was die Eignung für Rollstuhlfahrer einschließt. Großzügige Aufenthaltsbereiche und Gemeinschaftsräume, Bibliothek, Internet-Plätze, Hallenbad mit Sauna und Solarium sowie das wöchentlich wechselnde Freizeitprogramm (u. a. Wanderungen, Bustouren zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten der Region, Basteln, Seidenmalerei, kulturelle und musikalische Abende) sorgen für ein besonderes und gehobenes Ambiente. Die aktive und individuelle Gestaltung der freien Stunden ist für unsere Patienten ein wichtiger Bestandteil.

Für einen rundum guten Service stehen außerdem unsere klinikeigene Cafeteria, Kiosk, Friseur, Fußpflege und ein klinikeigener Bustransfer zur Verfügung.

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