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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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BDH-Klinik Hessisch Oldendorf

BDH-Klinik Hessisch Oldendorf

BDH-Klinik Hessisch Oldendorf

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Neurologisches Zentrum mit Intensivmedizin, Stroke Unit und pfasenübergreifender Rehabilitation
Bild oben: Die BDH Klinik Hessisch Oldendorf liegt etwa 50 km von Hannover entfernt zwischen den Städten Hameln und Rinteln und ist verkehrsgünstig an der Autobahn 2 gelegen, so dass die Teilnehmenden und ihre Angehörigen aus dem gesamten norddeutschen Raum, aber auch aus dem benachbarten Westfalen, problemlos zu uns finden können.

Aufnahmekriterien:

Aus der Gruppe der Rehabilitanden mit neurologischen/neurochirurgischen Erkrankungen bestehen keine Aufnahmebeschränkungen!

Ausschlusskriterien/-indikationen:

Nicht aufgenommen werden können Patienten mit manifesten Psychosen, Suchterkrankungen oder Patienten bei denen eine akute Suizidgefahr besteht.

Telefonische Auskunft:

Service-Center Frau Wendt
Sozialdienst Herr Allmann
Tel. 05152/781-201 oder 781-121

Personenkreis

Es werden jugendliche und erwachsene Rehabilitanden mit Folgezuständen nach sämtlichen neurologischen und neurochirurgischen Indikationen aufgenommen. Besondere Erfahrungen haben wir mit Schädel- Hirn-Trauma und andere Verletzungen des Nervensystems, Polytrauma, Hirninfarkte und Hirnblutungen („Schlaganfall“), hypoxischer Hirnschaden, Tumorerkrankungen des Nervensystems, Infektionen und andere Entzündungen des Nervensystems (Meningitis, Enzephalitis, Vaskulitis, Polyneuritis).

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben umfassen jeweils individuell gestaltet:

  • Belastungserprobung: 6 Wochen
  • medizinisch-berufliches Training: 3 – 6 Monate (Anpassungsmaßnahme)
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme: bis 18 Monate (Förderlehrgang)
  • Abklärung der beruflichen Eignung: bis 3 Monate (Berufsfindung, Arbeitserprobung).

Berufsfelder

  • Hauswirtschaft/Ernährung
  • Elektrotechnik
  • Holztechnik (incl. CNC)
  • Metalltechnik (incl. CNC)
  • technisch-zeichnerische Berufe/Konstruktion (incl. CAD, CNC)
  • kaufmännische Berufe/Büro/Verwaltung
  • EDV-Bereich
  • weitere handwerkliche Berufe (Maler/Lackierer, Zimmerer, Gartenbauer, Dachdecker usw.)

Therapeutische Abteilungen und Fachdienste

  • Ärztlicher Dienst
  • Pflegedienst
  • Sozialdienst
  • Arbeitstherapie/Berufsförderung in o. g. Berufsfeldern
  • Ergotherapie
  • Neuropädagogik und Berufsförderung im Berufsfeld “kaufm. Berufe”
  • Logopädie
  • Klinische Neuropsychologie
  • Pädagogische Freizeitbetreuung
  • Physikalische Therapie
  • Physiotherapie

Maßnahmekonzept

Im Rahmen unserer Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben wird die Lücke geschlossen zwischen der medizinischen Behandlung/ Rehabilitation (Phasen A–D) und der beruflichen Rehabilitation (Phase E). Die Weiterführung/Aufnahme erfolgt, wenn die Schwere und Komplexität der Beeinträchtigung und das Ausmaß des Handicaps eine individuelle Förderung in besonders differenzierten und spezialisierten Strukturen verlangen. Im Rahmen der Maßnahmen werden maßgeschneiderte Rehabilitationsinhalte erarbeitet, erprobt und verwirklicht, die die Teilhabe an Schule, Ausbildung, Beruf und gesellschaftlichem Leben ermöglichen. In den Maßnahmen werden unter Berücksichtigung des individuellen Behinderungs- und Leistungsprofils an der Praxis orientierte Inhalte vermittelt.

Das neuropädagogische Training erfolgt individuell in verschiedenen Fächern, schwerpunktmäßig in Deutsch, Mathematik, aber auch in Fachtheorie etc. Neben allgemein schulischen, berufstheoretischen und berufspraktischen Inhalten und Einführung in die EDV (ggf. CAD, CNC) werden maßnahmebegleitend auch spezielle lernunterstützende neuropsychologische Programme, Gedächtnis- und Konzentrationstraining angeboten, des Weiteren spezielle flankierende Maßnahmen wie z.B. Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

Die Maßnahmen werden individuell in kleinen Gruppen durchgeführt und sind auf die besonderen Schwierigkeiten der Teilnehmer(innen) abgestimmt. Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen ist neben der weiteren Stabilisierung des Leistungsvermögens die Heranführung an die berufliche Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung beruflicher Perspektiven in folgenden Maßnahmen:

Belastungserprobung

Für Rehabilitanden mit berufs- und tätigkeitsbezogenen Leistungs- und Funktionseinschränkungen bei gleichzeitig positiver Erwerbsprognose. Die Belastungserprobung wird als diagnostische Maßnahme meist zu Beginn der beruflichen Rehabilitation durchgeführt. Es erfolgt die Überprüfung beruflicher und sozialer Kernkompetenzen in verschiedenen Arbeitsbereichen. Dies beinhaltet – über die Überprüfung kognitiver Grundfunktionen hinaus – tätigkeitsspezifische Erprobungen in o. g. Berufsfeldern.

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (Förderlehrgang)

(nach dem aktuellen Fachkonzept der Agentur für Arbeit) Für junge behinderte Menschen, die wegen der Dauer ihrer medizinischen Rehabilitation nicht unmittelbar eine Berufsausbildung aufnehmen können, oder für junge Behinderte, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung zumindest derzeit für eine Berufsausbildung nicht in Betracht kommen. Es werden berufsfeldbezogene fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fertigkeiten vermittelt. Zudem ist der Erwerb des Hauptschulabschlusses möglich.

Medizinisch-berufliches Training (Anpassungsmaßnahme)

Für Erwachsene, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine angemessene Berufserfahrung verfügen: a) jedoch besondere Hilfen benötigen, um berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten festzustellen, zu erhalten, zu erweitern oder wieder zu erlangen, weil sie wegen der spezifischen Behinderung den Belastungen einer Umschulung noch nicht gewachsen sind oder b) eine Anpassung der Kenntnisse und Fähigkeiten an die beruflichen Anforderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch nicht erfolgt ist, andererseits durch die Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte eine Unterforderung eintreten würde.

Abklärung der beruflichen Eignung (Arbeitserprobung, Berufsfindung)

Arbeitserprobung zur praktischen Abklärung von Fähigkeiten und Eignung des Behinderten sowie der für ihn erforderlichen Arbeitsbedingungen bei feststehenden Berufszielen. Berufsfindung zur Erprobung mehrerer verschiedener Berufsfelder. Es werden Berufsvorschläge erarbeitet, die für den Behinderten geeignet sind. Am Ende der Maßnahme bekommt der/die Teilnehmer(in) eine Schlussberatung mit Beurteilung, Abschlussbericht und Eingliederungsvorschlag. Es werden standardisierte Assessment- und Dokumentationsverfahren unter Berücksichtigung der ICF durchgeführt. Standardisierte Bewertungsmodule in Anlehnung an das diagnostische Instrumentarium kommen dabei zur Anwendung. (z.B. Imba/ Melba). Eine nahtlose Überleitung in geeignete Nachfolgemaßnahmen wird vorbereitet.

Medizinische Leistungen – Die Klinik & das therapeutische Konzept

Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf ist ein modernes neurologisches Fachkrankenhaus, das sich in Trägerschaft durch den gemeinnützigen Verein BDH Bundesverband Rehabilitation befindet. Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover. Wir verfügen über einen großen Krankenhausteil (113 Planbetten, Phase A und B) und zusätzlich 140 Rehabilitationsbetten (Phasen C, D und E). Damit gehört die BDHKlinik Hessisch Oldendorf zu den größten neurologischen Fachkliniken Deutschlands. Die Krankenhausbetten werden schwerpunktmäßig zur neurologischen Frührehabilitation der Phase B genutzt, aber es können auch neurologische Notfälle (Schlaganfall, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen) in unserer Klinik versorgt werden. (STROKE UNIT / INTENSIVSTATION)

Langzeit-Ergebnisse/Publikation

Rollnik JD, Allmann J. Berufliche Teilhabe von neurologischen Rehabilitanden – Langzeit-Ergebnisse eines medizinisch- beruflichen Rehabilitationszentrums (Phase II). Rehabilitation 2011; 50: 37-43

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