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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg gGmbH

Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg gGmbH

Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg gGmbH

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Bild oben: Die Einrichtung befindet sich etwa gleich weit entfernt zwischen Göttingen und Kassel am Oberlauf der Weser. Die ausgedehnten Mischwälder, die die Einrichtung umgeben, und die Höhenlage von 220 m über NN gewährleisten ein gutachterlich untermauertes Mittelgebirgsklima, das sich besonders für Patienten mit Erkrankungen der Atemwege eignet.

Aufnahmekriterien:

  • Mindestalter ab 16 Jahren
  • entsprechende Kostenzusage

Ansprechpartner

Herr Thiele (BFW)
Tel. (05572) 41-751

Frau Schlieper (Innere)
Tel. (05572) 41-213

Frau Schönhütte (Neurologie)
Tel. (05572) 41-215

Frau Matz (Orthopädie)
Tel. (05572) 41-242

Personenkreis

Aufgenommen werden Patienten/Rehabilitanden ab 18 Jahren, die an folgenden Behinderungen leiden:

Innere Medizin: Herz und Kreislauferkrankungen, gastroenterologische Erkrankungen, entzündlich-rheumatische Erkrankungen; Krankheiten der arteriellen und venösen Gefäße; Stoffwechselerkrankungen, Zustand nach Operationen der inneren Organe; Krankheiten und Zustand nach Operationen an den Atmungsorganen

Neurologie: Organische Erkrankungen und posttraumatische Schädigungen des Gehirns mit neurologischen und psychischen Funktionsstörungen; Erkrankungen des Rückenmarks und des peripheren Nervensystems

Orthopädie: Konservative Behandlung degenerativer und rheumatischer Veränderungen des Stütz- und Bewegungsapparates; postoperative Funktionsbehandlung;Prothesenversorgung mit Gebrauchsschulung, Gelenkund Knochenoperationen, Bandscheibenoperationen, Schulter-, Hüft- und Kniegelenkendoprothetik

Rollstuhlfahrer können uneingeschränkt aufgenommen werden.
Blinde und taube Rehabilitanden bedürfen der Betreuung in einer Spezialeinrichtung.

Berufsfördernde Maßnahmen

  • Belastungserprobungen (Dauer: individuell): Unter besonderer Berücksichtigung des diagnostischen Aspekts werden das arbeitsrelevante Leistungsprofil, die soziale Anpassungsfähigkeit sowie die besonderen Gefährdungen am Arbeitsplatz festgestellt.
  • Arbeitstherapie (Dauer: individuell): Es stehen hauptsächlich therapeutische Leistungen im Vordergrund, die der Verbesserung der physischen wie psychischen Belastbarkeit dienen. Im Besonderen für Schädel-Hirn- Traumatiker steht ein großes Therapeutenteam unterschiedlicher Disziplinen zur Verfügung.
  • Arbeitserprobung/Berufsfindung (Dauer: ein- bis mehrwöchig): Es werden u. a. die bildungsmäßigen Voraussetzungen für eine berufliche Neuorientierung festgestellt; beschrieben wird u. a. der aktuelle psychische, physische wie schulische Leistungsstand des Patienen/Rehabilitanden. Um auch mit den typischen berufsspezifischen Anforderungen konfrontiert zu werden, arbeitet der Berufsfinder in verschiedenen Berufsfeldern. Im Gegensatz zu den e. g. Maßnahmen werden Arbeitserprobungen/Berufsfindungen primär in der Gruppe mit dem Ziel durchgeführt, im Vergleich zu den Mitrehabilitanden zu einer realistischen Leistungseinschätzung zu kommen.
  • Berufsvorbereitung/Förderlehrgänge (Dauer: 3 bzw. 5 Monate): Ist der Rehabilitand unter Nutzung der besonderen Förderungsmöglichkeiten der Phase-II-Einrichtung in der Lage, aktiv an der Erreichung seines Rehabilitationszieles mitzuarbeiten, kann er für eine Ausbildung, Umschulung oder Aufnahme einer Beschäftigung gefördert werden. In diesen im Gruppenrahmen durchgeführten Maßnahmen, die u. a. dem Prinzip und den Methoden der Handlungsorientierung folgen, werden grundlegende berufsorientierte Fähig- und Fertigkeiten (Handlungskompetenz) trainiert und die bildungsmäßigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufs- und Alltagsbewältigung bzw. Umschulung oder Ausbildung geschaffen.
  • Berufliche Anpassung (Dauer: individuell): Die individuelle berufliche Anpassung zielt auf Veränderungen am Arbeitsplatz hin, die im besonderen durch den Einsatz neuer Technologien (z. B. EDV, CNC) begründet sind.
  • Arbeitsbelastungserprobungen (Dauer: 3 – 4 Wochen): Um eine schnelle Wiedereingliederung in das Berufsleben zu ermöglichen, werden zusätzlich Arbeitsbelastungserprobungen angeboten. In dieser maßgeblich in Lippoldsberg entwickelten Maßnahme werden Belastungserprobung und Arbeitstherapie mit dem Ziel miteinander verknüpft, u. a. die Belastbarkeit im motorisch-funktionellen und im Bereich der neuropsychologischen Funktionen zu überprüfen.

Berufsfelder (100 Plätze insgesamt)

Zur Gesamteinrichtung gehört ein Berufsförderungswerk mit folgenden berufsfördernden Bereichen:

  • Elektro-, Informationstechnische Berufe
  • Kaufmännische Berufe
  • Zeichnerische Berufe
  • Metallverarbeitende Berufe

Rehabilitationskonzept

Die Institution gehört zu den wenigen Modelleinrichtungen in Deutschland, die alle drei Phasen der Rehabilitation unter einem Dach vereinen. Das Spektrum der Betreuung reicht von der akutmedizinischen Rehabilitation über die Beschreibung eines Belastungs- und Eignungsprofils im Übergang von der medizinischen Versorgung zur beruflichen Neuorientierung bis hin zur Ausbildung und Umschulung in einem behinderungsgerechten Beruf.

Die Gesamteinrichtung fühlt sich dem Prinzip der ganzheitlichen Rehabilitation verpflichtet. Dazu gehört, dass neben medizinischen Behandlungsaspekten auch die beruflichen und sozialen Auswirkungen von Krankheit oder Behinderung frühzeitig berücksichtigt werden. Diesem Verständnis folgend betreut ein interdisziplinäres Team (u. a. Ärzte, Psychologen, Berufspädagogen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Krankengymnasten), das sich in ständigem Informationsaustausch befindet, den Patienten / Rehabilitanden. Der dem Team angehörende Rehabilitationsberater steht in ständigem Kontakt zum Patienten/Rehabilitanden und berät und hilft diesem in allen Belangen. Durch den so möglichen Vergleich von Selbst- und Fremdeinschätzung kann die Krankheitsverarbeitung gefördert und zu einer stabilen beruflichen Neuorientierung gefunden werden.

Die berufsfördernden Maßnahmen werden an technischhandwerklichen oder kaufmännisch-verwalterischen Arbeitsplätzen, die dem modernsten Stand der Technik entsprechen, durchgeführt.

Die Unterbringung erfolgt nach Wunsch ausschließlich in Ein- oder Zweibettzimmern; alle Zimmer sind mit eigenem WC, Nasszelle und Telefon ausgestattet. Medizinische Leistungen

Drei Fachkliniken der Grundversorgung für Innere Medizin/ Kardiologie, Neurologie und Orthopädie gewährleisten die optimale Einpassung der medizinischen Betreuung in die beruflichen Maßnahmen. Hierzu gehört auch ein Notfalldienst bei medizinischen Ausnahmesituationen (z. B. Epilepsie).

Falls augen- oder zahnärztliche Hilfen bzw. die Behandlung spezifischer Erkrankungen nötig werden, kooperiert die Einrichtung mit ortsnahen Fachärzten und Kliniken der Maximalversorgung; das Klinikum der Universität Göttingen zählt ebenfalls zu diesen Partnern.

Sonstige Leistungen

Speziell ausgebildete Diätassistentinnen gewährleisten die Versorgung mit Diätkost jeglicher Art. Selbstverständlich stehen die vielfältigen qualifizierten Angebote der Krankengymnastik und der Physikalischen Therapie, u. a. mit Sole-Therapiebecken bereit. Logopädische und ergotherapeutische Behandlungen mit z. B. Hirnleistungstraining runden das therapeutische Leistungsspektrum ab.

Besonderheiten / weitere Angebote

Vielfältige Angebote wie Sole- und Bewegungsschwimmbad sowie Sauna, Freizeit-Zentrum und Bücherei unterstützen die Freizeitpädagogik, die ein monatlich wechselndes Programm, u. a. auch Musikpädagogik, anbietet.

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