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MB-Reha - Das Info-Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren

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LWL-Institut Warstein - Medizinisch-berufliches Rehabilitationszentrum

LWL-Institut Warstein - Medizinisch-berufliches Rehabilitationszentrum

LWL-Institut Warstein - Medizinisch-berufliches Rehabilitationszentrum

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Bild oben: Die Stadt Warstein ist Standort zweier Krankenhäuser: das allgemeine Krankenhaus Maria-Hilf sowie die LWL-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Warstein. Beide Häuser sind über Warstein hinaus bekannt und wurden in den vergangenen Jahren partiell ausgebaut. Der LWL-Klinik Warstein ist das LWL-Institut Warstein mit seinen beiden Bereichen medizinische Rehabilitation psychisch kranker Menschen und medizinisch-berufliche Rehabilitation psychisch kranker Menschen administrativ verbunden.

Aufnahmekriterien:

  • Weitgehende Selbständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Ausreichende psychophysische Belastbarkeit für die jeweils vorgesehene Maßnahme

Ausschlusskriterien /-indikationen

  • Manifeste Psychosen
  • Suchtleiden
  • Akute Suizidalität
  • Aufnahme von Rollstuhlpatienten ist nicht möglich

Ansprechpartner

Dr. med. Ewald Rahn, stellvertretender Ärztlicher
Direktor der LWL-Klinik Warstein
Telefon: 02902821004

Dietmar Böhmer, Leiter des LWL-Instituts
Telefon: 02902822800
Mail: hsi@lwl.org

Sandra Möller-Emminghaus, Psychologischer Dienst,
Telefon: 02902822810
Mail: Sandra.Moeller@wkp-lwl.org

Personenkreis

Aufgenommen werden psychisch kranke oder behinderte Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr, die noch nicht oder nicht mehr krankenhausbehandlungsbedürftig sind und bei denen auf Grund ein Bedarf an medizinisch-beruflicher Rehabilitation besteht. Aufgenommen werden insbesondere Menschen mit Psychosen, affektiven Störungen, Belastungsund somatoformen Störungen sowie schweren neurotischen und Persönlichkeitsstörungen (ICD-10: F10, F20, F30, F40, F60). Ziel ist das Überprüfen und Wiedererlangen möglichst dauerhaften Erwerbsfähigkeit. Die Rehabilitanden werden befähigt, ihr Leben selbständig und eigenverantwortlich zu führen, insbesondere unter dem Aspekt der Wiedereingliederung in das Erwerbs- und Berufsleben.

Personen mit akuter psychotischer Symptomatik, die einer stationären Krankenhausbehandlung bedürfen sowie solche, bei denen zur Zeit des Aufnahmeersuchens eine Suizidgefährdung besteht, Personen, bei denen eine Abhängigkeitserkrankung im Vordergrund steht, Personen, bei denen aufgrund einer intellektuellen Einschränkung neben der psychischen Krankheit sonderpädagogische Fachkompetenz zum Erlernen lebenspraktischer Fertigkeiten erforderlich ist, Personen, die aufgrund eines primären körperlichen und/ oder altersbedingten Gebrechens ständige pflegerische Assistenz bei den Verrichtungen des täglichen Lebens benötigen, Personen, bei denen eine ansteckende Krankheit besteht.

Berufsfördernde Maßnahmen

  • Belastungserprobung: Dauer individuell
  • Arbeitstherapie: Dauer individuell
  • Berufsfindung: in der Regel 3 Monate
  • Arbeitserprobung: Dauer individuell
  • berufsunspezifisches Arbeitstraining

Berufsfelder

Die angebotenen Leistungen werden berufsübergreifend angeboten.

Rehabilitationskonzept

Das Angebot des „Hermann-Simon-Instituts“ ist modular aufgebaut. Die Module orientieren sich dabei an den zentralen Fragestellungen medizinisch beruflicher Rehabilitation.

Angeboten werden:

  • Abklärung der Erwerbsfähigkeit
  • Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit
  • Reintegration (bei vorhandenem Arbeitsverhältnis aber bestehender Eingliederungsbarrieren)
  • Reintegration nach langer Arbeitspause
  • berufliche Umorientierung
  • Überwindung von Arbeitsstörungen
  • Überprüfung von Rentenbedürftigkeit

Die Module sind programmatisch aufgebaut, also jeweils als Kombination von unterschiedlichen Hilfen (Diagnostik, Einzel- und Gruppentherapie, Training, Erprobung). Im Sinne des Prozesscharakters sind die Maßnahmen zeitlich gestaffelt.
In der ersten Phase stehen Potential- und Problemdiagnostik im Vordergrund. Außerdem sollen die Ziele konkretisiert werden.
In der zweiten Phase werden spezifische Hilfen zur Überwindung von Barrieren und zur Entwicklung von Potentialen angeboten.
In der dritten Phase geht es im Wesentlichen um den Transfer und die Anwendung der neu erworbenen Fertigkeiten. Dabei wird fortlaufend der Entwicklungsprozess evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluation sind dann jeweils Ausgangspunkt für die weitere Planung und Zielsetzung. In diesem Planungsprozess werden außerdem die Erfahrungen aus den einzelnen Angeboten gesammelt, ausgewertet und miteinander koordiniert. Der Rehabilitand wird in diesen Planungsprozess einbezogen, soll diesen sogar aktiv mitgestalten.

Den Rehabilitanden wird im Rahmen der Fallverantwortung ein Bezugstherapeut zugeordnet, der ihn durch den Rehabilitationsprozess leitet und auch als Coach fungiert. Zu den Aufgaben des Bezugstherapeuten gehört daher:

  • Hilfen bei der Erarbeitung sozialer und beruflicher Perspektiven
  • Beratung und Hilfen zum Zugang zu den individuellen Potentialen
  • Hilfen bei der Überwindung von Krisen, der Bewältigung von Handicaps und dem Umgang mit äußeren und inneren Barrieren
  • Gemeinsame Erarbeitung von Rehabilitationszielen
  • Begleitung externe Praktika in ortsansässigen Firmen, speziell in Berufen, die im berufstherapeutischen Angebot des Instituts selbst nicht vertreten sind, durchgeführt

Medizinische Leistungen

  • psychiatrische Diagnostik
  • Rehabilitationsdiagnostik
  • psychologische Diagnostik und testpsychologische Erfolgskontrolle
  • medikamentöse Behandlung und Umgang mit Medikamenten
  • Mitbehandlung somatischer Erkrankungen
  • Psychotherapie in Einzel- oder Gruppenverfahren (orientiert an der jeweiligen Fragestellung)
  • Krisenintervention, Umgang mit Krisensituationen, persönlicher Krisenplan
  • Psychoedukation und Krankheitsbewältigung, Stressbewältigung
  • Frühsymptommanagement zur Rückfallprophylaxe
  • Entwicklung von Copingstrategien, Problemlösungsstrategien, Konfliktmanagement
  • Entwicklung von Strategien zum Abbau von Risikoverhalten
  • Traumazentrierte Fachberatung
  • Angehörigenarbeit und Einbeziehung des sozialen Umfeldes
  • Psychotherapeutische Leistungen zur Bewältigung von Arbeitsstörungen

Sozialpädagogische/soziotherapeutische Leistungen

  • themenzentrierte Gruppenarbeit rehabilitationsrelevanten Inhalts
  • Rehabilitationsberatung
  • Selbstsicherheitstraining
  • soziales Kompetenztraining
  • Soziotherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Traumazentrierte Fachbegleitung
  • Entspannungstraining
  • lebenskundliches Training
  • Sozio-Milieutherapeutische Freizeitmaßnahmen
  • Anleitung zur selbständigen Freizeitgestaltung/Teilnahme an Gruppenaktivitäten
  • Anleitung zur selbstständigen Bewältigung von Behördenangelegenheiten
  • Fertigkeitstraining für persönlichkeitsgestörte Rehabilitanden
  • Aktivierung von Selbsthilfepotentialen
  • Hilfe zur / bei der Inanspruchnahme vorhandener Unterstützungssysteme
  • Entwicklung einer tragfähigen Nachsorgekonzeption

Ergotherapeutische Leistungen

  • Arbeitsdiagnostik und Befundung nach Melba©,
  • Arbeitsdiagnostik und Befundung nach Hamet2©
  • kompetenzzentrierte Förderung (ZERA©) der Arbeitsfähigkeit
  • Ermitteln des Belastungsniveaus und der individuellen Leistungsfähigkeit
  • Ermitteln und Trainieren der sozio-emotionalen und instrumentellen Arbeitsfähigkeiten
  • extramurale Belastungserprobungen unter realistischen Arbeitsbedingungen mit Coaching durch das Institut
  • Herausarbeiten von gesundheitserhaltenden Arbeitsbedingungen
  • Beschäftigungstherapie
  • personenzentrierte Reflexions- und Reha- Verlaufsgespräche
  • berufliche Orientierung
  • Planung und Einleitung berufstätigkeitsfördernder Maßnahmen
  • Planung und Einleitung einer Arbeitsplatzanpassung

Physikalische Leistungen

  • Bewegungstherapie
  • Sporttherapie auch zur Förderung der psychosozialen Interaktion (Hallensport, Schwimmen, Walking)
  • physikalische Therapie (Bäder, Massagen)

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